Italia Teletourismus 

Südtirol - Dolomiten
Tourismusverband Hochpustertal

Innichen


INNICHEN (1.175 m)
Einwohner 3.142
Gästebetten 2.561

Die belegbare Geschichte Innichens beginnt im Jahre 769 nach Christus als der bajuwarische Herzog Tassilo III. dem Benediktinerabt Atto einen Landstreifen mit der Bedingung schenkte, eine Klosteranlage zur Missionierung der Alpenslawen zu gründen. Als Atto 783 Bischof von Freising wurde, kam Innichen zum Hochstift Freising und verblieb dort bis zum Jahre 1803. Um 1140 wurde das Benediktinerkloster in ein Kollegiatstift umgewandelt. Im Jahre 1303 wurden Innichen die königlichen Marktrechte verliehen.

STIFTSKIRCHE:
Bedeutendster Sakralbau romanischen Stils im Ostalpenraum. Die dreischiffige Anlage wurde um 1140 erbaut und 1284 geweiht. Die Kuppel und das Gewölbe stammen aus der Zeit nach 1200, der Turm wurde 1326 fertiggestellt, die Vorhalle stammt aus dem Jahr 1415. Die Kreuzigungsgruppe dürfte um 1240 entstanden sein. Die Kirchenpatrone der Stiftskirche sind Candidus und Korbinian.
Besichtigungsmöglichkeiten: täglich 8-18 Uhr

PFARRKIRCHE ZUM HL. MICHAEL:
Der um 1150 errichtete romanische Bau, der um 1400 gotische Gewölbe bekam, wurde 1735-1760 barockisiert und von Christoph Anton Mayr ausgemalt. Eines der bedeutendsten Tiroler Sakralwerke der Übergangszeit vom Barock zum Rokoko.
Besichtigungsmöglichkeiten: täglich 8-18 Uhr

FRANZISKANERKIRCHE ZUM HL. LEOPOLD:
Kirche und Kloster der Franziskaner wurden 1693-1697 erbaut. Die Einrichtung des schlichten Innenraumes ist dem Tiroler Rokoko zugewiesen, das Hochaltarblatt zählt zu den Meisterwerken des Tiroler Barockmalers Christoph Unterberger (1764).
Besichtigungsmöglichkeiten: täglich 7.30-18.30 Uhr

KREUZGANG DES FRANZISKANERKLOSTERS:
Die 31 Tafelgemälde des 1693 errichteten Kreuzganges wurden 1706-1709 vom Franziskanerbruder Lukas Plazer geschaffen und stellen eine der größten und vollständigsten Franziskusviten der europäischen Kunstgeschichte dar.
Besichtigungsmöglichkeiten: täglich 7.30-12 und 14.30-18.30 Uhr, SO-Nachmittag geschlossen

ALTÖTTINGER- UND GRABESKAPELLE:
Nachbildungen des Marienheiligtums von Altötting und der Grabeskirche von Jerusalem. Erbaut 1633-1653 vom Innichner Gastwirt und Pilger Georg Paprion. Eindrucksvolles Zeugnis barocker Volksfrömmigkeit.
Besichtigungsmöglichkeiten: Information im Tourismusverein Innichen

RATHAUS:
Das um 1300 errichtete Haus bekam um 1560 seine heutige Gestalt. Bis 1804 diente es als Amtssitz des Freisinger Pflegrichters. An die lange Zugehörigkeit Innichens zum Hochstift Freising (769-1803) erinnert der „Freisinger Mohr" im Gemeindewappen.

KORNKASTEN UND DOMSCHULE DES STIFTES (Stiftsmuseum):
Der östliche Teil des Gebäudes stammt aus dem 10. Jahrhundert, der westliche wurde um 1385 dazugebaut. Die ebenerdigen Räume des Gebäudes, das in seiner ursprünglichen Form erhalten ist, dienten bis zur Aufhebung des Stiftes (1785) als Speisemagazine, in den Räumen des Obergeschosses war die Domschule untergebracht.
Besichtigungsmöglichkeiten: siehe Museen

STIFTSCHULMEISTERHAUS („Organistenhaus“ - Sitz des Tourismusvereines Innichen):
Seine heutige Gestalt bekam das Haus, dessen östlicher Teil schon um 1400 bestand, um 1560. Hier wohnte und arbeitete der Schulmeister und Organist des Stiftes, der auch die Innichner Bürgerkinder in den Grundschulfächern unterrichten mußte.

PFARRKIRCHE ZUR HL. MAGDALENA (Vierschach):
Eine Kapelle bestand schon um 1200. Die heutige Kirche, ein Juwel der Tiroler Gotik, wurde 1479 geweiht. Der Kirchbühel war wahrscheinlich schon eine vorchristliche Kultstätte. Die Kirche befindet sich auf einer Anhöhe am östlichen Rand von Vierschach.
Besichtigungsmöglickeiten: täglich 9-17 Uhr

PFARRKIRCHE ZUM HL. NIKOLAUS (Winnebach):
Eine Kapelle bestand sicher schon im Hochmittelalter. Die heutige Kirche wurde 1507 geweiht. Das Innere wurde im 18. Jahrhundert barockisiert. Von Winnebach aus gelangt man über einen Kreuzweg (vier Kapellenbildstöcke) zur Kirche.
Besichtigungsmöglichkeiten: die Kirche ist für Besucher - außer während der Meßfeiern - nicht zugänglich

LORETOKAPELLE (Winnebach):
Um 1650 vom Winnebacher Gastwirt Johann Klettenhammer nach dem Muster der Gnadenkapelle von Loreto erbaut.
Besichtigungsmöglichkeiten: täglich 8-18 Uhr

SILVESTERKAPELLE AUF DER ALM (Silvestertal):
An Stelle einer vorchristlichen Kultstätte entstand im Hochmittelalter ein kleines Heiligtum zu Ehren des Viehpatrones St. Silvester, das 1440 seine heutige Gestalt bekam. Die Fresken (1450-1455) sind Werke der Brixner Malschule („Meister von Klerant").
Besichtigungsmöglichkeiten: Mitte Juni-Ende September täglich geöffnet

WILDBAD:
Die Verwendung der hier entspringenden Heilquellen zu Badkuren reicht sicher tief ins Mittelalter zurück, wenn auch ein Badebetrieb nur seit dem 16. Jahrhundert nachweisbar ist. 1856 entstand hier das Sanatorium des Dr. Johann Scheiber, das um die Jahrhundertwende zum Grand Hotel Wildbad ausgebaut wurde. Um 1939 wurde die stolze Baulichkeit versteigert und seither dem Zahn der Zeit überlassen.

ST. SALVATOR IM WILDBAD:
Die Kapelle, die bis 1786 mit einer Einsiedelei verbunden war, wurde 1594 geweiht. Vorher stand hier sicher auch schon ein kleines Heiligtum, dessen Altar ins 8. Jahrhundert zurückreichen dürfte. Wahrscheinlich befinden wir uns hier im Bereich einer vorchristlichen Quellkultstätte.

Prospekte und Informationen erhalten Sie:
Tourismusverein Innichen
I-39038 Innichen, Pflegplatz 1, Telefon 0039-0474-913149, Telefax 0039-0474-913677
Öffnungszeiten: MO-FR 8-12 Uhr + 15.30-18.30 Uhr, SA 8-12 Uhr
e-Mail und Prospektanforderung


[ITALIEN] [SÜDTIROL] [HOCHPUSTERTAL] [WETTER] [WINTERSPORTBERICHT]

Copyright © 1999-2000 Teletour Online